Montag, 24. Juli 2017
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Nach der Preisübergabe

Gemeinsam freuen sich:
Der österreichische Regisseur Hubert Sauper, Friedensfilmpreisträger 2014 (2.von links) und sein sudanesischer Kollege Simon Bingo (ganz rechts)
Ralph Fücks, Heinrich Böll Stiftung (links) und Marianne Wündrich-Brosien, Friedensinitiative Zehlendorf (3. von links).

(Foto: Stephan Röhl)

Laudatio

von Hermann Wündrich

WE COME AS FRIENDS

Ganz plump gesagt, gehen die Leute ins Kino, um sich unterhalten zu lassen. Was bedeutet, dass Filme unterhaltsam sein müssen. Ganz egal, ob Mainstream, Kunstfilm, Dokfilm, Underground, Off oder Off-Off, themenorientiert oder l`Art pour l`Art – ein Film ohne Publikum ist wie gar kein Film. Ein jeder Film, der sich an eine Öffentlichkeit wendet, zielt auf Zuschauer und wird zu einem Teil der Filmindustrie. Die Berlinale ist einer der Hotspots, bei dem die Filme zu Markte getragen werden.Wie verträgt sich das mit einem Friedensfilmpreis? Wie mit dem Wunsch, mit der Auszeichnung einen, wenn auch noch so kleinen, aber anspruchsvollen Beitrag für den Frieden auf der Welt zu leisten? Wie geht das mit einer klaren Aussage zusammen, mit inhaltlicher Aufklärung, notwendiger Anklage?

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Grußworte

von Dr. Nicola Kaatsch, IPPNW

Liebe Freundinnen und Freunde des Friedensfilmpreises,
liebe IPPNW Kollegen, liebe Gäste.

Wieder ist ein Jahr vergangen, und die Auszeichnung, Preisverleihung und Feier des Friedensfilmpreises im Rahmen der Berlinale 2014 ist mir ein willkommenes und dringend erwartetesEreignis, zum einen als Zäsur meines Erlebens von Frust und Enttäuschung über unsere Außenpolitik, propagiert durch Herrn Steinmeier, Frau vonder Leyen und unseren Bundespräsidenten Herrn Gauck, und zum anderen als Ereignis zum Auftanken, beim Sehnen und Streben nach einer friedlicheren, gewaltfreieren und gerechteren Welt.
Ich weiß nicht, ob Ihnen das vielleicht ähnlich ergangen ist.

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Ralph Fücks, Heinrich Böll Stiftung

Syrien und wir:
Der Friedensfilmpreis ist ein politischerPreis. Es ist mir nicht möglich, ihn zu feiern, ohne an einen Krieg in unserer Nachbarschaft zu erinnern, der alle Friedensbewegten aufwühlen müsste. Ich rede von Syrien: 120.000 Tote.
Mehr als 2 Mio Flüchtlinge in den Nachbarländern. Etwa 6 Mio Flüchtlinge im Land selbst. Belagerte Städte, in denen Menschen verhungern. Bombardierung der Zivilbevölkerung durch Assads Luftwaffe, Massaker, Folterungen,ungeheure Brutalisierung und Radikalisierung des Konflikts. Versagen der internationalen Gemeinschaft, den Krieg einzudämmen und die humanitäre Katastrophe wirkungsvoll zu bekämpfen.

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weitere Fotos

(alle Stephan Röhl)

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