Montag, 15. Juli 2019
You are here: RENAC International | 2012 | Presse

Hass-Schmierereien fotografiert

Ausstellung von Irmela Mensa-Schramm

“Hass-Schmierereien fotografiert“- Irmela Mensah-Schramm
Eine Fotoausstellung im Rahmen der 27. Preisverleihung des Friedensfilmpreises.


Irmela Mensah-Schramm schreibt in der Broschüre zu ihrer Ausstellung „Hass-Schmierereien fotografiert und vernichtet“: „Wenn viele der Besucher bestätigen, dass sie draußen die Hass-Schmierereien nicht bemerkt haben, jetzt aber nach dem Bewußtwerden durch diese Ausstellung darauf achten, so ist ein wichtiger Schritt erreicht.“
Die 66jährige ehemalige heilpädagogische Lehrkraft Irmela Mensah-Schramm engagiert sich seit Jahrzehnten für Kinderrechte und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Frau Schramm ist außerdem mit einer prägnanten und außergewöhnlichen Aktion zur medialen Berühmtheit geworden. 1986 begann sie Hass-Schmierereien aus dem Stadtbild in und um Berlin zu entfernen. Später weitete sie ihr Engagement über die Landesgrenze Brandenburgs aus und begann die Entfernung der rechtsextremen Symbole und Sprüche mit dem Fotoapparat zu dokumentieren. Mittlerweile stellt sie diese Fotos auch aus. Sie weiß, dass ihr Handeln nicht immer auf Verständnis stößt, sogar Drohungen auslöst. Sie weiß auch, dass ihr Verhalten Diskussionen losbrechen lässt, die sie aber begrüßt.

Irmela Mensah-Schramm ist eine Frau mit Zivilcourage. Der Liedermacher Gerhard Schöne hat darüber ein Song geschrieben. 2005 wurde ihr der Erich-Kästner-Preis in Dresden verliehen.
Im Rahmen der Preisverleihung zum Friedensfilmpreis am 19. Februar wird Irmela Mensah-Schramm ihre Foto-Ausstellung „Hass-Schmierereien“ im Foyer der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, präsentieren.

Frau Mensah-Schramm verriet mir am Telefon, dass sie bereits an einem neuen Projekt arbeitet: Sie sammelt Kommentare und Kritiken ihrer Arbeit und wird auch diese veröffentlichen. Sicher wird sie damit eine Menge Aufmerksamkeit erlangen.

Das ursprüngliche Leitmotiv der Berlinale 2012 ist der Kampf gegen Rechtsextremismus. Die Initiative Friedensfilmpreis und Irmela Mensah-Schramm setzen dazu mit der Ausstellung „Hass-Schmierereien“ ein eindeutiges Signal.

Pressemitteilung vom 16. 2. 2012

zurück