Donnerstag, 25. Mai 2017
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Dieter Kosslick, Festivaldirektor

"Gut, dass es den Friedensfilmpreis gibt. Er ist wichtiger denn je: die Welt ist voller Kriege, Ungerechtigkeit, Folter und Ausbeutung. Da ist die Auszeichnung durch diesen renommierten Preis nicht nur eine Ermutigung für die engagierten Filmemacher/innen, sondern generiert auch Öffentlichkeit für die Opfer."
(im Januar 2012)

 

 

Denken und Fühlen zugleich erreichen

bronze klein frei

Der Friedensfilmpreis wurde im UNO-Jahr des Friedens 1986 von Berliner Friedensgruppen gestiftet. Seitdem ist er fester Bestandteil der Internationalen Filmfestspiele Berlin und wird jährlich auf der Berlinale verliehen.

Jenseits der Frage, ob in einer permanent unfriedlichen Welt ein "Friedensfilmpreis" überhaupt Sinn macht und man nicht lieber nicht nur im Kino sondern auch auf der Leinwand das Licht ausmachen sollte, beharren wir auf unserem Recht auf Einmischung und Ermutigung: Gerade das Kino kann zu einem besonderen Teil einer "anderen Welt" werden, weil es über Grenzen hinweg Denken und Fühlen der Menschen zugleich erreicht.

Der Friedensfilmpreis wird in Form einer Bronzeplastik verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an ein Werk, das die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt. Der Friedensfilmpreis wird getragen von Friedensinitiative Zehlendorf, Heinrich-Böll-Stiftung, Internationales Auschwitz Komitee und IPPNW, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Friedensnobelpreisträgerin 1985 und Schirmherrin des Friedensfilmpreises.

Seit seiner Gründung ist der Preis von Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Kirche unterstützt worden, unter ihnen Günter Grass, Inge und Walter Jens, Leonie Ossowski, Andreas Dresen, Ulrich und Monika Gregor sowie Otmar Alt, der die Bronzeplastik entwarf.