La Teta Asustada | The Milk of Sorrow
von Claudia Llosa
Spanien / Peru
Wettbewerb
"In den Jahren von 1980 bis 2000 beherrschte Terror das südamerikanische Land Peru: zehntausende ermordete Menschen, Entführungen und unzählige Vergewaltigungen. Dies ist der Hintergrund des Films der jungen peruanischen Filmemacherin Claudia Llosa.
Filmbeginn: Die ausgemergelte Mutter von Fausta liegt auf dem Bett und singt klagend über das ihr Widerfahrene: Schreckliche Erinnerungen an Vergewaltigung und unaussprechliche Geschehen. Am Ende ihrer gesungenen Klage stirbt sie.
Fausta trägt das der Mutter Widerfahrene in sich fort: Sie leidet unter der "Milch des Leids", die durch Muttermilch übertragen wird. Ihre Krankheit heißt Angst. Angst vor dem, was die Mutter ertragen musste. Als eine Art antibakterieller Abwehrschild hat sie sich eine Kartoffel in die Vagina eingeführt. Der plötzliche Tod der Muttter und der Versuch, sie am rechten Ort beerdigen zu können, löst viele unerwartete Ereignisse für Fausta aus.
Wir begleiten Fausta auf ihrem Weg, der Befreiung aus der Angst, durch eine Gesellschaft, die geprägt ist durch krasse Gegensätze zwischen Arm und Reich. Der Film lebt von vielen kleinen Gesten und zeigt auch, welche Rolle die Mystik im peruanischen Alltag spielt.
Ein Ratschlag an den Zuschauer: Bitte bleiben Sie bis zur letzten Szene, die anrührend ist und zugleich eine Befreiung von der Krannkheit symbolisiert!"
Harriet Eder, Mitglied der Jury-Friedensfilmpreis
AUFFÜHRUNGEN:
- 13.2., 9:30 Uhr, Friedrichstadtpalast
- 13.2., 18 Uhr, Friedrichstadtpalast
- 13.2., 20 Uhr, Urania
- 15.2., 20:30 Uhr, Friedrichstadtpalast